Ferienfreizeit Arpe 2000, oder: Wie entsteht eine Epidemie?

Wir sind einen Tag eher losgefahren. Alle Sachen wurden in die Halle und ihre Nebenräume gebracht und das Chaos war perfekt. Am Abend konnten wir die Küche erreichen ohne über eine Gitarre zu stürzen. Das „Aushilfspersonal“ fuhr nach Hause und wir richteten uns für die erste Nacht ein. So gefroren habe ich noch nie. Um 5:00 Uhr haben Christina und ich einen Aufwärmmarsch gemacht. Später war Annelie mit mir in Bad Fredeburg (die nächste Stadt). Wo sind Bäcker, Kinderarzt, Krankenhaus, Aldi und warme Socken?

„Die Kinder kommen!“, das war nicht zu überhören. Wieder hin und her räumen, Fragen beantworten, hier und da mit anfassen, Essen machen. Nach der Abendrunde (Lagerfeuer, Spiele, Lieder und Nachtgebet) kehrte Ruhe ein (nur kurz). Ein Junge hatte sich übergeben, zwei Mädchen war schlecht (Heimweh?). Herr Röttger ging mit Dominik los. Eimer, Lappen, sauber machen.

„Badetag“, es nieselte, aber Schmallenberg hat ein Wellenbad und ein schönes warmes Hallenbad. Die Kinder glänzten richtig. Sonntag waren die Fahnen weg, aber mittags wurden sie gegen Chips und Salzstangen zurückgegeben. Wir „Fünf vom Kochtopf“ hatten ein schönes Wochenende. Sonne, Liegestuhl und zu Allem, das veranstaltet wurde, gaben wir unseren Kommentar. Das macht Spaß!

Montag nach dem Essen im Freien regnete es ununterbrochen. Dann gab es noch einmal Grippe, einmal Röntgen, drei dicke Beulen und ein verlorenes Kuscheltier. In der Nacht haben sich die nächsten Drei übergeben. Dienstag schien alles wieder in Ordnung, puh, geschafft! Denkste! Gegen Abend ging es rund. Tee kochen, Zwieback kaufen und den Arzt holen. Johannes brachte die Kinder in die Halle und Herr Röttger säuberte die Zelte. Wir haben Haare aus dem Gesicht gestrichen, Sachen ausgewaschen Eimer ausgeleert und getröstet. Gegen 4:00 Uhr hat Johannes mich getröstet, dann wurde es ruhiger. Morgen hieß es „Abbruch“, also packen und nach Hause fahren (wieder räumen).

Trotzdem würde ich jederzeit wieder mit in ein Zeltlager fahren, denn es hat eine faszinierende Atmosphäre. Außerdem: „Man sollte Alles einmal mitgemacht haben, auch eine Epidemie!“

Sabine Mertens

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